Die Stadt benennt einen Weg in Gibitzenhof nach Magda Watts. Das hat der Verkehrsausschuss am 16. Januar 2025 beschlossen. Der „Magda-Watts-Weg“, ein Verbindungsweg von der Julius-Loßmann-Straße zur Johann-Krieger-Straße, wird künftig an das Leben und Werk der Holocaust-Überlebenden und international anerkannten Künstlerin erinnern.
Magda Watts, 1929 in Birkenkirchen, Ungarn geboren, erlebte eine Kindheit, die durch den Zweiten Weltkrieg und die Deportation in ein Konzentrationslager abrupt beendet wurde. Ihre Familie wurde im Jahr 1944 nach Auschwitz deportiert, wo ihre Mutter und Schwester ermordet wurden. Magda und ihre Schwester Sári überlebten die grauenhaften Bedingungen und wurden später nach Nürnberg zur Zwangsarbeit gebracht. In dieser Zeit begann Magda, Puppen zu basteln, was ihr nicht nur half, die Qualen des Krieges zu überstehen, sondern sie auch zu einer einzigartigen Künstlerin machte.
Magda Watts‘ Kunst, die 2 000 Jahre jüdische Geschichte in Form von Puppen darstellt, fand weltweit Anerkennung. Ihre Werke sind in Museen und Privatsammlungen zu finden, darunter im Puppenmuseum in Haifa, das mehr als 1 000 ihrer Puppen ausstellt. Die Puppen wurden zu einem Symbol der Hoffnung und des Überlebens und halfen ihr, die traumatischen Erlebnisse ihrer Jugend zu verarbeiten. Magda Watts verstarb am 31. März 2019 im Alter von 90 Jahren in Eilat, Israel. per