Gewalt beginnt nicht erst mit Schlägen. Auch Bedrohungen, Beschimpfungen, Belästigungen und Kontrolle durch den Partner oder die Partnerin sind Formen von Gewalt. Sie kann Menschen aller sozialen Schichten und jeden Alters treffen. Häusliche Gewalt bezeichnet Gewalt in engen persönlichen Beziehungen, vor allem in Partnerschaften und Familie.
Hilfe und Unterstützung
Sie, oder eine Person, die Sie kennen, sind von Gewalt betroffen? Es gibt viele verschiedene Unterstützungs- Beratungs- und Hilfsangebote, an die Sie sich wenden können - persönlich, telefonisch oder online.
Definition und Informationen
Häusliche Gewalt bezeichnet Gewalt in engen persönlichen Beziehungen, vor allem in Partnerschaften und Familie. Sie umfasst alle Handlungen körperlicher, psychischer, sexueller und ökonomischer Gewalt. Kinder, die in diesen gewaltbelasteten Beziehungen leben, sind hochgradig mitbetroffen. Häusliche Gewalt wird durch Ehepartner*innen, Lebenspartner*innen oder andere Familienangehörige ausgeübt und kommt auch in gleichgeschlechtlichen Beziehungen vor. Gewalt in Partnerschaften und im sozialen Nahraum kann ganz unterschiedliche Formen annehmen ‒ doch meist entwickelt sie eine ähnliche Dynamik.
Welche Formen nimmt Häuslicher Gewalt an?
Körperliche Gewalt ist dabei nur eine Facette eines komplexen Verhaltensmusters, das umfassend auf Macht und Kontrolle zielt. Betroffene sind häufig auch psychischer Gewalt wie Demütigungen, Drohungen, Einschüchterungen, sozialer Isolation oder wirtschaftlichem Druck durch den Täter oder die Täterin ausgesetzt. In der Regel handelt es sich keineswegs um einzelne, isolierte Gewalttaten, eher kann von einer Gewaltspirale gesprochen werden.
Wen betrifft Häusliche Gewalt?
In den meisten Fällen geht häusliche Gewalt von Männern aus, davon betroffen sind ganz überwiegend Frauen. Aber auch Frauen üben Gewalt in engen sozialen Beziehungen aus, und auch Männer können Opfer häuslicher Gewalt werden.
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Häusliche Gewalt und Frauen
Die meisten Opfer häuslicher Gewalt sind von Partnerschaftsgewalt betroffen. Von Gewalt im häuslichen Kontext sind ganz überwiegend Frauen betroffen: Aktuelle Zahlen verzeichnen, dass 79 Prozent der Opfer von Partnerschaftsgewalt und 70 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt insgesamt weiblich sind. Von den Tatverdächtigen bei Partnerschaftsgewalt sind 78 Prozent Männer.
Häusliche Gewalt gegen Frauen ist eine Form von Geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen. Die Ursachen von Gewalt gegen Frauen liegen im ungleichen Machtverhältnis zwischen Frauen und Männern begründet. Gewalt gegen Frauen dient der Erhaltung dieser Ungleichverteilung in der Gesellschaft. Häusliche Gewalt gegen Frauen hat strukturellen Charakter.
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Häusliche Gewalt und Männer
In den meisten Fällen geht häusliche Gewalt von Männern aus, davon betroffen sind ganz überwiegend Frauen. Aber auch Frauen üben Gewalt in engen sozialen Beziehungen aus, und auch Männer können Opfer häuslicher Gewalt werden. Insbesondere männliche Opfer haben Schwierigkeiten, über Gewalterfahrungen zu sprechen. Ein Grund kann sein, dass die Gewalt, die Männern widerfährt, von ihrem Umfeld oder sogar von ihnen selbst oftmals nicht als solche wahrgenommen wird.
Rollenbilder und Vorurteile – wie vom starken Mann, der sich selbst wehren kann – begünstigen ein Klima des Schweigens und der Scham bei den Betroffenen. Folglich stellt auch das Aufsuchen von Beratungs- und Hilfeangeboten für Männer eine größere Hürde dar.
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