Luftaufnahme des Max-Morlock-Stadions mit Schriftzug der Kampagne "Zukunft Stadionareal"

Zukunft Stadionareal

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Trotz rauer See im Stadion-Projekt: der Kurs bleibt bestehen

Pressekonferenz im Rathaus

In den vergangenen Wochen sind neue Berechnungen zum geplanten Vollumbau des Stadions an die Öffentlichkeit gelangt. Die Grundlage der aktuellen Verunsicherung sind neue Berechnungen vom 1. FC Nürnberg, welche eine mögliche Deckungslücke bei der Finanzierung vermuten lassen. Um weiteren öffentlichen Spekulationen entgegenzuwirken, hielten die Stadtratsfraktionen von SPD und CSU am 12.02. eine Pressekonferenz ab.

Die Fraktionen betonten, dass der Vollumbau des Stadions weiterhin die bevorzugte Option ist. Gleichzeitig wurde anerkannt, dass sowohl Risiken als auch die Komplexität des Projekts dringend reduziert werden müssen. Deshalb haben sich die Verantwortlichen auf ein Vorgehen verständigt, dass sie als „Stadion pur“ bezeichnen. Der Fokus im Projekt soll künftig voll auf dem eigentlichen Stadion-Vollumbau, weitere Teilprojekte (z.B. die Umfeldentwicklung) sollen unabhängig vom Stadion-Umbau geplant werden.

Ein externer Gutachter bescheinigt, dass die Ticket-Einnahmen eines neuen Stadions geringer ausfallen werden als bisher angenommen. Diese Anpassung der Einnahmeerwartungen wirkt sich auf die Finanzierungsstruktur des Vollumbaus aus. Deshalb haben SPD und CSU vereinbart, dass die Baukosten des Vollumbaus im weiteren Planungsprozess reduziert werden müssen Die Stadt hat bewusst auf belastbare Finanzierungsgrundlagen gewartet, bevor weitere Planungen konkretisiert wurden. Die Planungen sollen deshalb in die nächste Stufe gehen - mit einer Weiterentwicklung des Projekts und einer gezielten Sicherung der Finanzierung. Angesichts der neu vorgelegten Zahlen, die nicht einfach durch die Stadt ausgeglichen werden können, haben sich SPD und CSU darauf verständigt, dass die Baukosten für den Vollumbau im Rahmen dieser Planungen reduziert werden sollen.


Auswirkungen auf das Vollumbau-Projekt

Welche Auswirkungen die notwendige Kostenreduzierung auf den Stadion-Entwurf hat, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden. Bürgermeister Christian Vogel nannte als Beispiel die Streichung der ursprünglich geplanten Parkgarage unter der Südkurve. In diesem Stil soll an verschiedenen Stellen zweckmäßiger als ursprünglich angedacht geplant werden. Die nötigen Einsparungen werden aber nicht ohne deutliche Einschnitte zu erzielen sein. Eine Verringerung der Zuschauerkapazität kann nicht ausgeschlossen werden. Wie genau sich die Einsparungen auf die Zuschauerkapazität des neuen Stadions auswirken, kann aktuell nicht seriös beantwortet werden. Hierfür braucht es vertiefte Planungen.

Das weitere Vorgehen wird in den kommenden Monaten in enger Abstimmung mit dem 1. FC Nürnberg festgelegt. Das Ziel bleibt, den Fans ein barrierefreies und stimmungsreiches Stadion zu bieten, das den Anforderungen der Zukunft gerecht wird und moderner als unser heutiges traditionsreiches Achteck ist.